Macht Fernsehen dein Baby dumm?

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Olivia
Ich bin Liv. Geboren, um die Welt zu entdecken. Zuhause ist für mich der Ort, an den mich mein Herz gerade führt. Ich bin digitaler Nomade aus Überzeugung und kann so Job und meine große Leidenschaft - das Reisen - perfekt miteinander verbinden. Auf der wohl spannendsten Reise meines Lebens nehme ich Euch hier bei den MamiBees gerne ein Stückchen mit.

Wie wirkt sich Fernsehen oder generell Medienkonsum auf Babys und Kleinkinder im Alter von 0 bis 3 Jahren aus?

Lässt du dein Kind etwa fernsehen? Jeder von uns hat diesen Satz entweder schon einmal gehört oder wurde gar selbst von einem bösen Blick wie vom Blitz getroffen. Doch was ist wirklich dran? Macht Fernsehen Babys und Kleinkinder dumm oder ist es anderweitig schädlich für sie?

In diesem Artikel bringen wir ein wenig Licht ins Dunkle und gehen darauf ein, welche Auswirkungen Medienkonsum auf Babys und Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren wirklich hat.

Medienkonsum von Babys und Kleinkindern bis 3 Jahren

In der heutigen Zeit spielen Medien aller Art im Alltagsgeschehen eine große Rolle. Das Smartphone ist allgegenwärtig, Tablet sowie Laptop gehören zur Grundausstattung und Fernseher, DVD-Player und Radio stehen in jedem Haushalt.

Solange keine Kinder in der Familie leben, ist der Medienkonsum der Erwachsenen lediglich schädlich für deren Beziehung untereinander – was ja schon zum Nachdenken anregen sollte. Sobald jedoch ein kleines Baby einzieht, ändert sich die Situation von Grund auf.

Nun beeinflusst das Medienverhalten der Eltern nicht mehr nur sie selbst, sondern auch das Wohlergehen des kleinen Erdenbürgers. Oft sind Mütter zu beobachten, die mit dem Kinderwagen spazieren gehen und dabei pausenlos telefonieren oder Nachrichten schreiben.

Auch beim Stillen oder Füttern wird nebenbei auf das Handy, Tablet oder den laufenden Fernseher geschaut. Die Macht der Gewohnheit ist nicht so einfach zu unterbrechen, doch was passiert eigentlich mit dem Baby, für das jetzt gesorgt werden muss?

Wie reagiert es auf die ständige Medienflut, der es ausgesetzt ist?

Was macht es mit dem Kleinen, das schon in der Babyschale vor dem Fernseher geparkt wird, damit Mama in Ruhe duschen kann?

Der folgende Artikel soll sich mit diesen Fragen beschäftigen und dazu dienen, das eigene Medienverhalten – vor allem im Interesse der Kinder – durchaus einmal kritisch zu hinterfragen.

Können Babys schon fernsehen?

Es ist nicht immer einfach, den eigenen Tagesablauf und den des Babys aufeinander abzustimmen. An einigen Tagen ist es schon eine Herausforderung, eine kurze Zeitspanne zu finden, in der Du in Ruhe unter die Dusche gehen kannst, ohne das das Kleine ununterbrochen schreit.

Einige Eltern nutzen dann den Fernseher als Babysitter und stellen bereits Säuglinge vor den Flimmerkasten. Umfragen haben ergeben, dass ein Großteil der Eltern davon ausgeht, das Fernsehen für Babys oder Kleinkinder unschädlich für den Nachwuchs ist, sofern es nicht übertrieben wird.

Dieser Punkt wird in den folgenden Abschnitten noch einmal näher betrachtet. Zunächst soll es um die Frage gehen, ob ein Baby überhaupt schon in der Lage ist, die Bilder vom Fernsehgerät aktiv wahrzunehmen. Zunächst einmal schaut das Kind gebannt und fasziniert auf die flackernden Bilder, die es geboten bekommt.

In verschiedenen Studien ist man allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass das Gehirn kleiner Kinder oder gar Babys mit dieser Aufgabe überfordert ist. Die schnelle Abfolge der Bildausschnitte gekoppelt mit unterschiedlichen Geräuschen, Farben und Figuren ist eine komplette Reizüberflutung für das kleinkindliche Gehirn.

Es ist nicht in der Lage, das Gesehene so zu verarbeiten, dass bei dem Baby das Bild ankommt, das vom Fernseher gesendet wird. Es ist alles zu laut, zu durcheinander und zu schnell geschnitten, daher nimmt ein Baby die Bilder gar nicht aktiv wahr.

Um eine aktive Wahrnehmung zu erreichen, muss dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, sich mit allen Sinnen auf etwas einzulassen und seinem Naturell entsprechend ganzheitlich an etwas teilzuhaben.

Mit einer Bilder- und Geräuscheflut aus einem toten Gerät können Babys und Kleinkinder nichts anfangen.

Sollte der Fernseher nebenbei laufen, wenn das Baby im Zimmer ist?

Bei vielen Familien gehört es zum Alltag, dass der Fernseher nahezu permanent im Hintergrund läuft. Im gleichen Zimmer spielen die Kinder, es wird gegessen und das Baby liegt in seinem Laufstall oder Stubenwagen und schläft.

Doch wie kommt diese Dauerbeschallung bei den Kleinkindern und Babys an? Häufig wird die Meinung vertreten, dass insbesondere Babys es gar nicht so gerne mögen, wenn es komplett still ist, sie sogar besser schlafen, wenn eine gewisse Geräuschkulisse vorhanden ist.

Auch Kleinkinder sind gerne inmitten des Geschehens und bei allem dabei, was bei den Großen so stattfindet.

Gehört dazu auch ein laufender Fernseher?

Verschiedene Studien mit Kleinkindern haben ergeben, dass ein laufender Fernseher im Hintergrund ein wesentlicher Störfaktor für spielende Kinder ist. Durch die ständig wechselnden audiovisuellen Reize werden die Kleinen permanent abgelenkt und können sich nicht auf ihr Spiel konzentrieren.

In einer Studie haben Forscher der Universität Massachussetts beobachtet, dass ein eingeschalteter Fernseher im Hintergrund, der eine Gameshow für Erwachsene zeigte, die Spieldauer der Kinder insgesamt und die Phasen der Konzentration deutlich verkürzten.

Auch Babys gucken unwillkürlich zu den bunten, flackernden Bildern, die sie jedoch noch überhaupt nicht verarbeiten können und somit komplett überfordert sind. Selbst, wenn das Baby schläft, muss es den ständigen – relativ hohen – Dauerton über sich ergehen lassen.

Studien haben außerdem ergeben, dass das zuckende Licht des Fernsehers schlafende Kinder durchaus stört. Das heißt also, dass ein Staubsauger, eine Unterhaltung oder normale Geräusche des Alltags nicht unbedingt störend für Kinder sind – ein eingeschalteter Fernseher aber schon. Abgesehen davon sind auch die Eltern permanent abgelenkt von der laufenden Sendung, statt sich in der Zeit mit ihren Kindern zu beschäftigen.

Ist das Fernsehen für Babys schädlich?

Was sagt die Hirnforschung?

In den Medien werden spezielle Sendungen für Kleinkinder und Babys als besonders lehrreich für die Kleinen dargestellt. Umfragen haben gezeigt, dass Eltern daran glauben, ihren Kindern etwas Gutes zu tun, wenn sie ihren Babys Fernsehen erlauben.

Hirnforscher sehen dies jedoch komplett anders und warnen vor einer negativen Beeinflussung der geistigen Entwicklung der Kleinen – unabhängig vom Programm, das gewählt wird. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Fernsehen sich schlecht auf das kindliche Gehirn und die spätere Entwicklung sowie das Verhalten der Kinder auswirkt.

Das Gehirn der kleinen Kinder ist so konzipiert, dass es eine sofortige Rückkoppelung beziehungsweise Bestätigung braucht, um einen Lerneffekt zu erzielen. Ohne Reaktion, einer Geräusche – und Bilderflut aus einem toten Gerät ausgesetzt, wirkt sich das Fernsehen schädlich aus.

Vor allem Säuglinge, die schon in der Babyschale vor dem Gerät abgestellt werden und nicht die Möglichkeit haben, sich allein fortzubewegen, wenn es ihnen zu viel wird, sind besonders gefährdet.

Die Hirnforschung erklärt, dass Kinder nur in der Lage sind, aus einer Sache einen Nutzen zu ziehen, wenn sie sie ganzheitlich erleben können. Neue Sinneswahrnehmungen müssen durch eigenes Erleben eingeordnet werden.

Zum Beispiel erzeugt die Netzhaut eines Kindes von einer Tischkante ein ähnliches Bild wie von einem Schatten. Erst, wenn das Kind die Möglichkeit bekommt, die Kante zu berühren und somit auch mit anderen Sinnen als nur dem Auge wahrzunehmen, lernt das Gehirn einen Schatten von der Tischkante zu unterscheiden und visuell zu erkennen.

Eine solche ganzheitliche Sinneswahrnehmung ist bei Fernsehbildern nicht möglich und somit für das kindliche Gehirn eher schädlich.

Wirkt sich Fernsehen auf die Intelligenz des Kindes aus?

Zahlreiche Studien beschäftigen sich seit langem damit, was Fernsehkonsum im Baby- und Kleinkindalter für Auswirkungen auf die spätere Entwicklung hat. Die Meinung das dem Baby Fernsehen gut tut, ist weit verbreitet.

Die Forschungsergebnisse, die aus den USA, Kanada, Neuseeland und Deutschland stammen, kommen alle zu einem Ergebnis: Fernsehen in jungen Jahren wirkt sich negativ auf die Entwicklung, die Sprache und die schulischen Leistungen aus.

In den USA wurde in verschiedenen Krabbelgruppen Kindern, die alle in englischsprachigen Familien aufwuchsen, mehrmals in der Woche Geschichten auf Chinesisch vorgelesen. Einer anderen Gruppe von kleinen Kindern wurden die gleichen Geschichten über den Fernseher vorgespielt.

Das Ergebnis nach zwei Monaten ergab, dass die Kinder, denen vorgelesen wurde, in speziellen Tests chinesische Laute ähnlich gut unterscheiden konnten, wie Kinder, die in chinesischen Familien aufwuchsen.

Die Kinder hingegen, denen die Geschichten über den Fernseher gezeigt wurden, hatten nichts dazu gelernt. Eine andere Studie aus Kanada zeigte deutlich, dass zu viel Fernsehen psychische und kognitive Beeinträchtigungen im Schulalter nach sich zieht.

Bei über 1000 Kindern wurden mit Hilfe der Eltern im Alter von etwa zwei Jahren ausgewertet, wie viel Fernsehen täglich geguckt wurde.

Als die Kinder zehn Jahre alt waren, wurden Lehrer und Ärzte gebeten, die schulischen Leistungen und das Sozialverhalten zu beurteilen.

Das Ergebnis zeigte, dass jede Stunde zusätzlicher Fernsehkonsum im Kleinkindalter mit einer Verschlechterung des Engagements in der Schule sowie vor allem der mathematischen Leistungen einher ging.

Des Weiteren waren diese Kinder häufiger Opfer von Mobbing und hatten einen deutlich inaktiveren Lebensstil als diejenigen mit weniger oder gar keinem Fernsehkonsum als Babys.

Weitere Studien haben ergeben, dass Kinder, die in jungen Jahren viel fernsehen, in ihrer sprachlichen Entwicklung zurück hängen und einen deutlich geringeren Wortschatz aufweisen, wenn sie zur Schule kommen. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, kannten im Vergleich zum Durchschnitt etwa acht Prozent mehr Wörter.

Kinder, die regelmäßig fernsehen durften, kannten im Vergleich zwanzig Prozent weniger Wörter als sie es für ihr Alter eigentlich sollten. In Neuseeland wurde eine große Langzeitstudie über einen Zeitraum von 35 Jahren gemacht, in der über 1000 Kinder von der Geburt bis zum 35. Geburtstag regelmäßig untersucht wurden.

Dabei kam heraus, dass eine der stärksten Variablen, ob ein Proband einen Universitätsabschluss gemacht hat oder nicht, der frühkindliche Fernsehkonsum war. Von den Kindern, die im Kindergartenalter weniger als eine Stunde pro Tag fernsahen, schafften 40 Prozent einen Hochschulabschluss.

Bei den Kindern, die mehr als drei Stunden täglich vor dem Fernseher saßen, waren es nur noch 10 Prozent. Interessant war dabei, dass der Unterschied ähnlich groß blieb, wenn die soziale Schicht berücksichtigt wurde.

Fördert der Medienkonsum Krankheiten wie ADHS?

Ob es einen Zusammenhang zwischen Krankheiten wie ADHS und hohem Fernsehkonsum im Kleinkindalter gibt, ist immer wieder Gegenstand verschiedener wissenschaftlicher Studien.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Kinder im Schulalter, denen es an Aufmerksamkeit und Konzentration mangelt, häufig zu der Gruppe gehören, die einen hohen Fernsehkonsum als Kleinkinder hatten und die Bilderflut überhaupt nicht so verarbeiten konnten.

Durch das permanente Fokussieren auf den Bildschirm und den damit ausgesetzten Reizen wird das Kind komplett davon abgehalten, anderen Beschäftigungen nachzugehen oder überhaupt erst einmal ein eigenständiges Spielen zu entwickeln.

Der Mangel an Bewegung führt häufig zu Übergewicht bei den betroffenen Kindern, die dann wiederum in der Schule geärgert werden und darunter zu leiden haben.

Die Folge ist, dass sie sich wieder nur im eigenen Zimmer zurückziehen, Medien konsumieren und der Teufelskreis nicht unterbrochen wird. Viele der betroffenen Kinder haben es nie gelernt, sich auf ein Spiel oder ein Buch zu konzentrieren, sie können ihre Aufmerksamkeit nicht dauerhaft auf eine bestimmte Sache lenken.

Lern- und Sprachschwierigkeiten, Schlafmangel durch Reizüberflutung und eine fehlende Empathie stellen Fachkräfte immer wieder bei Kindern mit viel Fernsehen fest. Hyperaktivität durch Überforderung, Übergewichtigkeit und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sind die Konsequenz aus diesem ungesunden Lebenswandel im Kleinkindalter.

Da die frühe Kindheit als kritische Phase der Hirnentwicklung sowie der Herausbildung des eigenen Verhaltens gilt, kann zu starker Fernsehkonsum in dieser Zeit zu zukünftigen ungesunden Gewohnheiten führen, die schwer wieder abzulegen sind.

Können Babys von den Medienreizen überflutet werden?

Die Welt ist voller Reize, die es mit allen Sinnen wahrzunehmen gilt. Besonders für ein Baby sind diese Reize neu, es erlebt vieles zum ersten Mal.

Das Geräusch der Kirchenglocken, den Geruch von frisch gemähtem Gras, die Farbe des Himmels oder einen besonders weichen Pullover auf der Haut.

Als Erwachsene nimmst Du vieles gar nicht mehr wahr, Deine Welt ist voll, ja geradezu überfrachtet mit Reizen von außen, die Dich im einzelnen gar nicht mehr interessieren.

Trotzdem fällt es vielen Erwachsenen auch schwer, einmal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen, sich einfach mal auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Kleine Kinder brauchen Bestätigung, wenn sie eine neue Erfahrung machen oder einem neuen Reiz ausgesetzt sind. Wenn einem Baby das Geräusch der Kirchenglocken gefällt und die Mama lächelt ihm bestätigend zu, lernt es, dass es sich tatsächlich um ein gutes Geräusch handelt und kann es einordnen.

Alles, was zum ersten Mal erlebt wird, braucht Zeit und Wiederholung, um es zu verarbeiten. Oftmals wird sogar der Nachtschlaf dazu benötigt, neue Reize und Eindrücke einzuordnen. Babys oder Kleinkinder, die vor dem Fernsehen, dem Tablet oder dem Smartphone sitzen, sind einer ganzen Flut von Reizen ausgesetzt.

Ständig wechselnde Bilder, Farben, Geräusche, Stimmen und Figuren tauchen auf dem Bildschirm auf. Das kleine Gehirn kann gar nicht so schnell arbeiten, wie ihm die Reize entgegenzucken. Irgendwann kommt es zu dem Punkt, wo es nicht mehr kann und resigniert.

Das Kind starrt weiter auf die Bilder, kann aber nichts damit anfangen. Die Reaktion des Babys ist Unruhe, Weinen, Müdigkeit und allgemeine Unzufriedenheit. Ganz schlimm wird es abends, wenn das völlig überdrehte Kind schlafen soll – daran ist nämlich nicht zu denken. Die Nachtruhe leidet unter der Reizüberflutung, ein trauriger Teufelskreis, den es unbedingt zu unterbrechen gilt.

Denn häufig wird das unausgeglichene Baby am nächsten Tag von den genervten Eltern wieder vor den Fernseher gesetzt, da aufgrund seiner Müdigkeit nichts mit ihm anzufangen ist. Damit beginnt das Ganze von vorne – eine gefährliche Dauerschleife.

Wie lauten die offiziellen Empfehlungen für den Medienkonsum für 0 bis 3-Jährige?

Die Ergebnisse der zahlreichen Studien, die die negativen Einflüsse auf die Entwicklung von Kindern verdeutlichen, die als Baby und Kleinkinder viel vor dem Fernseher, Tablet oder Smartphone gesessen haben, lassen eine ganz klare Empfehlung für den Medienkonsum dieser Zielgruppe zu.

Im Alter von 0 bis 3 Jahren sollten diese Geräte ein komplettes Tabu darstellen, da in dieser Zeit die Entwicklung von wichtigen motorischen sowie kognitiven Fähigkeiten stattfindet.

Nur so können Eltern verhindern, dass die Kinder später Folgeschäden wie zum Beispiel eine Verzögerung in der Sprachentwicklung, der Motorik oder im Konzentrationsvermögen entwickeln.

Es ist wichtig zu wissen, dass es nicht ohne Weiteres möglich ist, diese Defizite in der kindlichen Entwicklung wieder aufzufangen.

Welche Medien sind für Babys und Kleinkinder förderlich?

Schon kleine Babys hören gerne Musik und Stimmen, sie folgen gern dem Geschehen, was um sie herum abläuft. Wichtig dabei ist jedoch, immer darauf zu achten, dass es dem Kind nicht zu viel wird, es überfordert ist, wenn zu viel auf einmal passiert.

Die leise Musik aus einer Spieluhr oder auch die Musik, die das große Geschwisterkind hört, genießt ein Baby in Maßen durchaus.

Ab einem Alter von rund sieben Monaten entdecken die kleinen Krabbler Bilderbücher für sich. Einfach gestaltete Bilder mit nachvollziehbaren kurzen Geschichten werden interessant.

Lies Deinem Baby regelmäßig vor, gerne auch öfter das gleiche Buch. Wiederholungen führen zu Lerneffekten und helfen dabei, neue Reize einzuordnen und zu verarbeiten. Auch Kleinkinder lieben es, wenn die Eltern oder Großeltern ihnen Geschichten vorlesen.

Studien haben ergeben, dass Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, einen deutlich höheren Wortschatz haben und eine bessere sprachliche Entwicklung durchlaufen als andere. Auch Hörspiele mit einfachen Handlungen für Kleinkinder sind sehr interessant. Eine CD kann immer wieder angehört werden, teilweise auch der gleiche Abschnitt von vorne. Neben Bilderbüchern und Hörspielen gibt es eine ganze Reihe anderer toller, altersgerechter Spielsachen für Kinder aller Altersgruppen, die zum Beispiel die Motorik der Kinder fördert. Mit ein bisschen Kreativität findet sich immer eine tolle Beschäftigungsidee, wie man die gemeinsame Zeit mit den Kindern sinnvoll und aktiv nutzen kann.

Dadurch haben Eltern die Möglichkeit, mit dem Kind zusammen Passagen zu hören und zu besprechen, wenn Fragen oder Unsicherheiten beim Kind entstehen.

Fazit

Ich bin der Überzeugung, dass wie so oft im Leben, die Dosis das Gift macht. Alles, was wir zu viel konsumieren ist auf irgendeine Weise schädlich. Generell kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass Babys und Kleinkinder sowieso nicht viel mit Fernsehen anfangen können, da sie die schnellen Bildabfolgen und Inhalte noch gar nicht verarbeiten können.

Außerdem werden in vielen der Studien wirkliche Extremfälle betrachtet. Oft wird davon ausgegangen, wenn ein Kleinkind Fernsehen darf, sitzt es ausschließlich vor der Flimmerkiste. Es ist ja aber auch durchaus möglich, das man den ganzen Tag mit Freunden draussen unterwegs war, zusammen gespielt und getobt hat und abends eine Folge der Lieblingsserie geschaut werden darf. Das sind sicher nicht die Kinder, die als Baby Fernsehen durften und am Ende übergewichtig und sozial inkompetenten werden.

In der Realität lässt es sich teilweise auch gar nicht vermeiden, dass ein Kleinkind oder auch ein Baby fernsieht. Das beste Beispiel ist wenn es große Geschwister gibt, die hin und wieder etwas im TV anschauen dürfen. Hier wird es schwer sein, das kleine Geschwisterchen komplett vom Fernseher fern zu halten.

Quellenverzeichnis:

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