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    Geldanlage für Anfänger

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    Jessi
    Jessi
    Ich bin Jessi. Geborene Rheinländerin, im Herzen Allgäuerin und verliebte Augsburgerin. Früher war ich Langschläferin, jetzt bin ich verheiratet und stolze Mama von zwei tollen Jungs. Ich mag gutes Essen, Sushi ganz besonders. Und ich hab ein Faible für Einrichtung und andere schöne Dinge. Ich liebe die Fotografie, Dekogeschäfte und ich mag Selbstgemachtes – wirklich!

    Es gibt Themen, da traut man sich nicht so richtig ran: den Stromtarif zu wechseln zum Beispiel. Geht Dir das auch so? Irgendwie ist das in meiner Vorstellung eine ganz heikle Angelegenheit. Lieber die Finger davon lassen.

    Geld anlegen, auch so ein Mysterium. Unzählige Produkte von Riester, Investmentfonds, Kryptowährungen, über Bausparverträgen und Versicherungen mit Beitragsrückerstattung vernebeln einem die Sicht. Den richtigen Durchblick habe ich offen gestanden schon lange nicht mehr. Wie schafft man es das Thema Geldanlage auch für Anfänger wie mich verständlich zu machen?

    Ich habe selbst habe ja sogar einige Jahre in der Marketing-Abteilung einer Wertpapierbank auf dem Buckel und bin dennoch kein Profi im Bereich Aktien, Fonds & Co. Gott sei Dank sitze ich seit dieser Zeit aber an der Quelle zu guter und verlässlicher Information.

    Einer meiner lieben ehemaligen Kollegen hat sich vor kurzem als FinanzDad selbständig gemacht. Rick möchte Geldanlage für Anfänger verständlich machen und junge Familien in Finanzfragen beraten. Er ist mein Ansprechpartner Nummer eins in allen Fragen rund ums Thema Investieren. Ich revanchiere mich von Zeit zu Zeit mit Wissen zu Kindergeburtstagen und tollen DIY-Ideen… braucht man als Mama und Papa schließlich auch.

    Hallo Rick, stell Dich doch mal kurz vor. 

    Ich bin Rick, 34 Jahre, glücklich verheiratet und stolzer Papa von zwei ganz tollen Kids. Seit kurzem habe ich auch noch eine weitere Vaterrolle übernommen: mit meinem neuen Projekt FinanzDad bin ich nicht mehr nur für meine Familie da, sondern habe es mir zum Ziel gesetzt, andere Familien zu finanzieller Unabhängigkeit, Freiheit und damit mehr Lebensqualität zu verhelfen.

    Warum machst du den Job, den Du heute machst? Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?

    Meine Eltern haben mir schon im Kindesalter alle Freiheiten gelassen, sodass mein Weg sicher nicht vorgezeichnet war. Was sie sich wohl nie vorgestellt hatten, dass ich mich einmal in die Selbstständigkeit wage. Und insbesondere meine Mama hat auch noch immer damit zu kämpfen, warum ich einen sicheren Job mit guter Bezahlung aufgebe, gerade in der jetzigen Situation mit zwei kleinen Kindern.

    Aber von vorne: Nach der Realschule habe ich eine Banklehre gemacht. Ich hatte das Glück, dass ich danach einen sehr abwechslungsreichen und eher ungewöhnlichen Job in der Bank bekommen habe, der mir viel ermöglicht hat. Ich habe meine Zeit nicht in Filialen verbracht und musste dort Kunden irgendwas verkaufen. Vielmehr konnte ich im Laufe meines Berufslebens Bankberatern und Vermögensverwaltern erklären, wie diese Lösungen bzw. Produkte einsetzen können, um Kunden glücklich zu machen.

    Doch irgendwann hatte ich davon die Nase voll. Ich habe tagtäglich erlebt, wie an den Bedürfnissen von Bankkunden vorbei beraten wurde, nur um am Ende gewisse Vertriebsziele zu erreichen. Dazu kam dann noch der persönliche Umstand der Familiengründung, wodurch mir klarer wurde, dass das Leben aus mehr als Arbeit besteht. In der Woche 50 bis 60 Stunden zu arbeiten und zu reisen waren eher die Regel, als die Ausnahme. Also habe ich eins mit dem anderen verbunden. Meine Kenntnisse des Finanzmarkts mit dem Thema Familie. So ist dann der FinanzDad entstanden. 

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    Was müssen Anlage-Anfänger bei der Geldanlage beachten? 

    Ob es um Geldanlage für Anfänger geht oder ob bereits Investment-Erfahrungen vorhanden sind, der wohl wichtigste Punkt ist, sich klar zu werden, was man denn überhaupt erreichen möchte. Viele Träumen vom schnellen Reichtum. Wenn das mein Ziel ist, dann ist Geldanlage aber ähnlich wie ein Gang ins Casino. In einigen Fällen hat man Glück und räumt direkt ab, aber deutlich wahrscheinlicher ist es, dass man seinen Einsatz relativ schnell verlieren wird. Deswegen sollte man sich konkrete Ziele setzen, die messbar und auch realistisch erreichbar sind. Geldanlage sollte somit immer langfristig gedacht werden.

    Unterscheidet sich die Geldanlage für Kinder von meiner persönlichen Anlagestrategie?

    Eine pauschale Antwort darauf ist schwierig, zumal letztlich die Eltern die Entscheidung treffen. Der Vorteil bei Kindern ist, dass diese im besten Fall mindestens 18 Jahre Zeit haben, bevor Sie erstmals über das Geld verfügen dürfen. Wenn ich über einen solch langen Zeitraum definitiv nicht über mein Geld verfügen muss, kann ich zwischenzeitliche Risiken deutlich einfacher verkraften. Bei der Anlage an der Börse gilt, dass die Risiken für Verluste mit fortwährender Anlagedauer deutlich geringer werden. Also dürfen Kinder die Chancen der Börse auch gerne nutzen. Sicherheitsprodukte wie das Sparbuch oder der Bausparvertrag sind daher in den seltensten Fällen die richtige Wahl.

    Konkrete Unterschiede gibt es bei den Details der Umsetzung. Lege ich das Geld auf den Namen des Kindes an oder sparen es Mama und Papa einfach auf ihrem Konto? Das hat zum einen steuerliche Auswirkungen, zum anderen sind aber auch die tatsächlichen Besitzverhältnisse zu beachten. Kriegen die Kleinen ein Konto auf ihren Namen, gehört ihnen jeder Euro, der auf das Konto fließt. Auch in wirtschaftlichen Notlagen dürfen Eltern dieses Geld nicht einfach für Ihre Zwecke nutzen. Zum anderen werden die Kleinen irgendwann groß. Pünktlich zum 18. Geburtstag können sie in dem Fall dann auch eigenständig über das Geld verfügen. Eltern sollten sich dies bei der Entscheidung bewusst machen. Daneben gibt es natürlich noch einiges mehr, was aber den Rahmen sprengen würde.

    Was sind deine Top 3 Geldanlage für Anfänger Tipps, mit denen man mehr aus seinem Erspartem macht? 

    1. Nutze die langfristigen Chancen der Aktienmärkte!
    2. Achte auf die Kosten!
    3. Sucht euch einen Berater, der auf Honorarbasis arbeitet, wenn ihr euch nicht selbst mit dem Thema beschäftigen könnt/wollt.

    Wie erstellt man 2022 seinen individuellen Finanzplan? Wieso sollte man klassische Anlagen in Zeiten von Bitcoin, Kriegen und Inflation wählen?

    Der perfekte Finanzplan zeichnet erst einmal ein Bild der aktuellen Situation. Was habe ich heute und was bleibt denn eigentlich jeden Monat übrig? Reicht das denn überhaupt später einmal, um meinen Lebensstandard im Alter zu halten? Danach geht es weiter mit der Definition seiner persönlichen Ziele und Wünsche. Außerdem ist es wichtig, sich mit seiner persönlichen Risikoeinstellung auseinanderzusetzen. Was bringt es mir, wenn alle sagen ich soll in Aktien investieren, wenn ich aber die Risiken daraus psychologisch nicht verkrafte. Geldanlage soll Spaß machen oder zumindest soll man ruhig damit schlafen können. Dafür braucht es individuell angepasste Konzepte.

    Wenn diese Rahmendaten stehen, kann man sich Gedanken machen, mit welchen Anlagemöglichkeiten man am besten zu seinen Zielen kommt. Neben Klassikern, wie dem Notgroschen auf dem Tagesgeld, Aktien oder Anleihen, gibt es seit einigen Jahren auch neue Formen der Anlage, wie Bitcoin und andere Kryptowährungen. Ich bin kein Fan davon, alles auf eine Karte zu setzen, wie es einige in den letzten Jahren mit Bitcoin und Aktien von Technologieunternehmen getan haben. So positiv wie das für den ein oder anderen war, kann das andererseits auch schnell zu schmerzhaften Verlusten führen, wie gerade die letzten Monate gezeigt haben. Vielmehr glaube ich, dass es für den Weg zu finanzieller Unabhängigkeit eine breite Streuung über verschiedene Anlageformen benötigt, gepaart mit dem richtigen Verhalten. Auch das ist im Übrigen ein Punkt, weshalb selbst erfahrene Anleger gerne einen Finanzcoach bzw. -berater an ihrer Seite haben. Nämlich um genau diese Verhaltensfehler nicht zu begehen, die am Ende deutlich mehr Kosten als die Beratung selbst. Da gibt es mittlerweile spannende Studien drüber.

    Was würdest Du tun, wenn Du unendlich viel Geld hättest?

    So viel würde sich vermutlich gar nicht ändern. Ich habe in meinem letzten Job gemerkt, dass mich mehr Geld nicht wirklich glücklicher gemacht hat. Viel wichtiger ist es mir mittlerweile, meine Zeit besser mit meiner Familie und meinen Freunden nutzen zu können. Also auf deine Frage zurück, würde ich etwas mehr Urlaub machen und meine junge Selbstständigkeit etwas entspannter sehen.

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