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Auf die Plätze, fertig los!

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Wenn man schwanger ist, malt man sich ja so einiges aus. Ich hatte wirklich große Pläne: Zum einen war ich fest davon überzeugt das Baby ohne PDA bekommen zu wollen (aus heutiger Sicht: Warum???). Zum anderen hatte ich aber auch schon jede Menge gute Vorsätze für die Zeit nach der Geburt. Ich war unter anderem sehr darauf bedacht, das richtige Spielzeug für meinen Sohn ins farblich abgestimmte Babyzimmer einziehen zu lassen. “Richtig” bedeutete in dem Fall nicht nur pädagogisch sinnvoll, sondern auch nachhaltig produziert und qualitativ hochwertig verarbeitet. Eigentlich kam ja sowieso nur Holzspielzeug für mich in Frage.

Jetzt müsst ihr wissen, dass mein Mann und ich osteuropäische Wurzeln haben. Und nach gut vier Jahren Mama-Sein und dem ein oder anderen Kindergeburtstag, werde ich das Gefühl einfach nicht mehr los, das es eine enge Korrelation zwischen dem Faible für Schnickschnack und Bling-Bling und dem dem Grad östlicher Breite des Geburtsorts gibt. Kurz um: die Geschenke von den Omas und Opas waren alle aus Plastik, leuchten in allen nur erdenklichen Farben des Regenbogens und blinken und hupen wild um die Wette. Und wisst ihr was der Supergau an der Sache ist: das waren und sind bis heute meistens die absoluten Lieblingsspielzeuge meiner Jungs!

Eigentlich wollte ich meinem Großen zum 1. Geburtstag einen Lauflernwagen von Jako-O schenken. Ich hatte bereits Stunden damit verbracht, das Internet zu durchforsten, um den perfekten Wagen zu finden, als mich die Information ereilt hat, das die Großeltern bereits diesen Lauflernwagen von Jako-O besorgt hatten. Und so zog im September 2016 dann die – wir nennen Sie liebevoll – Höllenmaschine bei uns ein.

Die bunten, leuchtenden Tasten, die Räder und Rollen die sich drehen und dabei ordentlich klappern, der Telefonhörer samt Soundeffekte und die verschiedenen Melodien… da wird ganz schön was geboten. Aber Spaß bei Seite, bei diesem Baby Spiel- und Laufwagen und mir war es vielleicht nicht unbedingt die Liebe auf den ersten Blick, aber beim zweiten Hinschauen, habe ich seine Qualitäten durchaus erkannt!

Der Kunststoff-Laufwagen von vtech hat einen für mich wirklich entscheidenden Vorteil all seinen hölzernen Konkurrenten gegenüber: er ist federleicht. Selbst die kleinsten Entdecker schaffen es den Wagen zu manövrieren und auch wenn die Gehversuche noch auf wackeligen Beinchen stehen, ist dieser Wagen schon eine tolle Hilfe. Da der Wendekreis der meisten Wägen recht groß ist, tun sich die Kids beim Umdrehen schwer. Unsere Höllenmaschine wurde immer ruckizucki mit zwei beherzten Schwüngen um die eigene Achse gezwirbelt. Quasi wenden in zwei Zügen. 😉

Unser BabyBee hatte die Höllenmaschine monatelang wirklich täglich in Gebrauch. Er hat unzählige Kilometer damit zurück gelegt. Die Räder wurden gedreht und die Knöpfe gedrückt bis Old McDonald irgendwann aufgegeben hat und die erste Textzeile nur noch in Dauerschleife sang. Das war dann leider auch das Ende unserer wunderbaren Freundschaft, da mich diese eine Zeile in den Wahnsinn zu treiben drohte und ich die Höllenmaschine in den Keller verbannt habe.

Vor ein paar Wochen ist unser zweiter kleiner Sohn ein Jahr alt geworden. Und nachdem unser alter Lauflernwagen seinen Dienst beim Umzug ins neue Zuhause endgültig quittiert hatte, dürft ihr drei mal raten, was er geschenkt bekommen hat… Welcome back auf dem Highway to Hell!

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