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    Alles steht Kopf – das Baby nicht

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    Jessi
    Ich bin Jessi. Geborene Rheinländerin, im Herzen Allgäuerin und verliebte Augsburgerin. Früher war ich Langschläferin, jetzt bin ich verheiratet und stolze Mama von zwei tollen Jungs. Ich mag gutes Essen, Sushi ganz besonders. Und ich hab ein Faible für Einrichtung und andere schöne Dinge. Ich liebe die Fotografie, Dekogeschäfte und ich mag Selbstgemachtes – wirklich!

    Ich bin zum zweiten Mal schwanger. Bis vor ca. 14 Tagen wusste ich nicht, ob ich versuchen kann auch meinen zweiten Sohn spontan zur Welt zu bringen oder ob ich doch per Kaiserschnitt entbinden werde.

    Der Mini wollte sich einfach nicht in die richtige Position begeben.

    Sowohl für den Gynäkologen als auch für die Hebamme, die bei der Geburt dabei sein werden, war es nicht so entscheidend, das der kleine Mann sich noch nicht gedreht hat. Beide waren der Meinung, das ich auch in Beckenendlage spontan entbinden könnte, da es sich ja um die zweite Geburt handelt und meine körperlichen Voraussetzungen das erlauben würden. (Ich bin weder 1,60m, noch wiege ich 50 kg.)

    Für mich war diese Vorstellung aber offen gesagt wenig verlockend. Nicht nur, das eine Geburt in Beckenendlage mehr Risiken birgt, als eine Geburt, bei der das Kind mit dem Kopf zuerst auf die Welt kommt. Auch für die Mutter ist diese Art der Entbindung körperlich – sagen wir es vorsichtig – wenig schonend. (Mit Mitte 30 schon inkontinent?!)

    Da ich mir aber auch dieses Mal eine spontane Geburt wünsche, habe ich mich informiert, welche Methoden es gibt, den kleinen Mann ein bisschen zu motivieren, sich doch noch von selber zu drehen.

    Wer das Internet durchforstet, findet eine Menge vielversprechender Tipps und Tricks, wie man das Baby in die optimale Geburtslage bringen soll:

    Visuelle oder akustische Stimulation
    Es gibt die Möglichkeit, das Baby mit Ton oder Licht nach unten zu locken. Dazu kann man mit einer Taschenlampe oder einer Glocke/Spieluhr versuchen, dem Kind den Weg in die gewünschte Richtung zu zeigen.

    Schwimmen oder Yoga
    Die Bewegungen sollen dem Baby mehr Raum verschaffen, um etwas aus dem Becken zu rutschen und so mehr Platz zu haben, um sich zu drehen. Beim Yoga eignen sich vor allem die Positionen Knie-Ellenbogen-Lage, Vierfüßlerstand oder indische Brücke.

    Moxen
    Beim Moxen handelt es sich um Wärmeakupunktur. Mithilfe einer Moxazigarre wird ein bestimmter Punkt an beiden Füßen, jeweils an den kleine Zehen, erwärmt. So soll es zu vermehrten Kindsbewegungen kommen, die dann zur Drehung des Kindes führen sollen.

    Akupunktur
    Natürlich könnte man die oben beschriebenen Punkte auch mit klassischer Akupunktur stimulieren, allerdings sind die Erfolge beim Moxen deutlich höher.

    Zusammen mit meiner lieben Nachsorgehebamme habe ich mich dazu entschieden, es mit dem Moxen zu versuchen.

    Zur Freude meiner Nachbarn und um den gewöhnungsbedürftigen Duft der Moxazigarren nicht in der ganzen Wohnung zu verbreiten, haben wir uns ein ruhiges Plätzchen auf dem Balkon gesucht.

    Um den Effekt zusätzlich zu verstärken, kniete ich während der kompletten Behandlung, bei der mir im 10 Minutenrhythmus abwechselnd glühende Räucherzigarren an den linken und den rechten kleinen Zehen gehalten wurden, in Knie-Ellenbogen-Lage.

    In den Tagen nach der Behandlung ging es richtig rund in meinem Bauch. Der Kleine bewegte sich definitiv noch mehr, als er es für gewöhnlich sowieso schon tat. Außerdem hatte ich spontan derartige Hitzewallungen, wie ich es sonst nur von Frauen kannte, die mitten in den Wechseljahren steckten.

    Ich wollte dem Kleinen gerne selbst überlassen, ob er sich am Ende umdrehen will oder nicht. Irgendwie bin ich da ein bisschen abergläubisch…

    Vielleicht gibt es ja doch einen Grund wenn er sich wirklich so gar nicht drehen möchte. Eine äußere Wendung, bei der der Doc Hand anlegt und versucht das Kind in die richtige Richtung Postion zu bringen, kam für mich daher nicht in Frage.

    Heute, gut 10 Tage vor dem errechneten Geburtstermin, sitze ich entspannt aber kerzengerade (das soll eine weitere Drehung verhindern) auf dem Sofa und harre der Dinge bis es endlich los geht.

    Das Moxen und die Yoga-Übungen haben einen tollen Job gemacht und den Mini überzeugt, sich in die optimale Ausgangsposition für eine spontane Geburt zu bringen.

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