Ernährung

Beikost

Beikost MamiBees

An die Löffel fertig und los?! Fakt ist: Wenn es mit der Beikost einmal losgeht, wird weniger Essen in den Bäuchen der Minis landen, als auf Lätzchen, Gesicht, Wänden und Fußboden. Das muss auch so sein, denn unsere Kleinen müssen sich erst einmal daran gewöhnen, wie es ist “feste” Nahrung zu sich zu nehmen.

Wenn es an der Zeit für den ersten Brei ist, gibt es für Eltern, mich eingeschlossen, einige Sachen, die zu beachten sind, damit es mit einem stressfreien Start mit der Beikost klappt.

Alle wichtigen Informationen rund um das Thema Beikost und Beikosteinführung habe ich hier für Euch zusammengefasst.

Beikost – Definition

Als Beikost wird der langsame Übergang in der Ernährung eines Babys von einer reinen flüssigen Milchernährung hinzu halbfester, breiartiger Nahrung. Mit Beikost ist jedes Lebensmittel gemeint, welches das Baby im ersten Lebensjahr neben der Muttermilch und Säuglingsmilch zu sich nimmt. Der Brei kann dabei verschiedene Konsistenzen haben: Zu Beginn flüssiger und dann nach und nach mit größeren Stücken bzw. gekocht oder roh.

Die aktuellen Beikostempfehlungen

Verschiedene Organisationen wie zum Beispiel das Europäische Institut für Stillen und Laktation oder die WHO empfehlen in dem ersten halben Lebensjahr eines Babys ausschließlich zu Stillen. Einer Einführung von Beikost steht allerdings nichts ab dem 5. Monat entgegen, wenn das Baby eine Bereitschaft für eine Nahrungsaufnahme zeigt. Spätestens bis zum 7. Monat sollte man allerdings damit beginnen, seinem Mini Breie anzubieten.

Wer möchte, darf und sollte sogar bis zum vollendeten 2. Lebensjahr weiterstillen.

Beikost – ab wann?

Wann beginnt man mit Beikost?

Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt mit der Beikosteinführung frühestens mit Beginn des 5. spätestens mit Beginn des 7. Lebensmonats zu starten. Von einer früheren Einführung wird dabei allerdings strengstens abgeraten, da es wissenschaftlich gut begründet sei, mit dem 5. Lebensmonat zu starten und dies auch im Einklang mit den Empfehlungen der Leitlinie der Allergieprävention sei.

Im Allgemeinen wird der Nährstoffbedarf unserer Zwerge in den ersten sechs Monaten voll und ganz durch Muttermilch gedeckt. Sollten eure Minis schon vorher dazu bereit sein, spricht allerdings nichts dagegen schon ab dem 5. Monat mit der Beikosteinführung zu starten. Hierdurch entstehen auch keine gesundheitlichen Nachteile für Eure Babys, wie es in der neuesten Stellungsnahme der EFSA heißt.

Wann ist mein Baby bereit für die Beikosteinführung?

Jedes Baby ist anders. Als Eltern sollten wir darauf achten, welche individuellen Zeichen für Ihre Bereitschaft zur Beikosteinführung unsere Minis zeigen. Daher sind starre Altersangaben hier fehl am Platze. Wichtig ist: Gestartet wird, wenn das Baby dazu bereit ist und es sollte in erster Linie Spaß machen.

Physiologische Reife

Damit unsere Minis die Beikost gut verdauen können, ist allerdings eine physiologische Reife notwendig: So sind Nieren und Gastrointestinaltrakt, erst in einem Alter von ca. 4 Monaten so ausreichend entwickelt, sodass sie Nahrung verdauen können.

An diesen Signalen erkennt Ihr, dass Eure Babys bereit für Beikost ( Essfähigkeit/Gedeihen/Interesse) sind:

  • Der Kopf wird selbstständig gehalten.
  • Das Baby kann mit Hilfe aufrecht sitzen.
  • Das, was auf dem Tisch steht und von den Eltern oder Geschwistern gegessen wird, ist plötzlich richtig interessant.
  • Das Baby greift nach dem, was Mama oder Papa auf der Gabel haben oder öffnet den Mund, wenn du die Gabel in seine oder ihre Richtung bewegst.
  • Es hat keinen ausgeprägten Zungenschlag mehr und behält den Brei im Mund.

Beikosteinführung wie

Wenn Euer Baby soweit ist, frühestens zwischen dem 5. und 7. Monat, kann man damit starten, zu lernen, Brei von einem Löffel zu essen. Was Ihr dafür braucht: Eine Schüssel, einen Löffel (hierbei würde ich tatsächlich spezielle Babylöffel kaufen, da diese so geformt sind, dass die Minis den Brei leichter aufnehmen können. Zudem sind sie in den meisten Fällen, aus speziellen BPA-freien Plastik oder Horn hergestellt, welches weniger die Temperatur speichert bzw. leitet oder abkühlt, wie Metalllöffel), Geduld und Gelassenheit und ein gut gelauntes, neugieriges Minilein.

Beikosteinführung welche Reihenfolge?

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) hat als grobe Orientierungshilfe einen Ernährungsplan für das erste Lebensjahr erstellt, welchen ich als Anhaltspunkt gar nicht schlecht finde. Nähere Informationen zu den einzelnen Beikost-Zeitspannen habe ich nachfolgend aufgeführt.

Ernährungsplan für das erste Lebensjahr eines Säuglings nach FKE

Beikosteinführung Plan

Ab 5.–7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Frühestens mit Beginn des fünften Lebensmonats bis spätestens mit Beginn des siebten Lebensmonats kann man mit der ersten Breimahlzeit starten.

Dabei startet man traditionell mit einem Gemüse-Brei, meist Karotte, Pastinake, Zucchini oder Kürbis, also einem reinen Gemüse-Brei. Auch bewährt hat sich, als erste Mahlzeit die Mittagsmahlzeit auszuwählen. Zu Beginn startet man mit zwei bis drei Löffeln in Anschluss an die gewohnte Milchmahlzeit. Diese Menge wird dann nach und nach gesteigert, bis man auf ca. 80 bis 100 Gramm kommt.

Worauf man achten sollte: Erst einmal bei einer Sorte Gemüse bleiben. Das hat zweierlei Beweggründe: Zum einen muss sich das Baby an Geschmack und Konsistenz gewöhnen, zum anderen auch die Verdauung.

Grundrezept Gemüsebrei
  • 90 – 100 g Gemüse
  • etwas Wasser
  • 1 EL Pflanzenöl

Gemüse waschen, schälen, schneiden. Daraufhin in Wasser weich kochen. Das Gemüse samt Wasser mit Pürierstab pürieren, abkühlen lassen (Zimmertemperatur) und dann Öl unterrühren und servieren.

Hat man dies ca. 1 Woche gefüttert, folgt der nächste Streich: Es werden Kartoffeln bzw. Instantflocken aus verschiedenen Getreidesorten zum Gemüse dazugegeben. Dafür Kartoffeln wie gewohnt waschen, kochen und schälen und mit einer Gabel sorgfältig zerdrücken. Dazu dann das Gemüse nach Wahl, etwas Rapsöl und einen EL O-Saft geben und servieren.

Falls man lieber eine Variante mit Instantflocken anbieten möchte, so sollte man diese etwas vorquellen lassen und kochen.

Was noch unbedingt dazu muss, sind Vitamin-C-haltige Säfte, wie Orange oder Apfel, am Besten frisch gepresst. Einfacher Grund hierfür: Die Säfte machen Eisen für die Minis besser verwertbarer.

Grundrezept Gemüse-Kartoffel-Brei
  • 90 – 100 g Gemüse
  • 40-60 g Kartoffeln
  • etwas Wasser
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1-2 EL Obstsaft

Gemüse waschen, schälen, schneiden. Daraufhin in Wasser weich kochen. Das Gemüse samt Wasser mit Pürierstab pürieren, abkühlen lassen (Zimmertemperatur).

Kartoffeln mit Wasser bedecken und bei kleiner Hitze 15-20 Minuten weich kochen.

Kartoffeln schälen, klein schneiden bzw. mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Gemüsebrei vermischen.

Kurz vor dem Essen Öl und Saft dazugeben.

Ab dem siebten Monat bzw. weitere zwei bis vier Wochen später kann man mit etwas Fleisch oder Fisch dazu weitermachen. Dazu einfach den Brei wie gewohnt zubereiten und im Anschluss zwei bis dreimal pro Woche Fleisch beimischen, das erst gedünstet und dann püriert wird. (Besonders eisenreich sind dabei Fleischsorten wie Rind, Kalb oder Lamm. Hähnchen oder Pute eignet sich ideal zum Einstieg in die Gemüse-Getreide-Fleisch Breimahlzeit, da dies besonders leicht verdaulich ist).

Grundrezept Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei
  • 90 – 100 g Gemüse
  • 40-60 g Kartoffeln
  • 20-30 g mageres Fleisch (Kalb/Rind/Lamm)
  • etwas Wasser
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 1-2 EL Obstsaft

Gemüse waschen, schälen, schneiden. Das Fleisch ebenso in kleine Würfel schneiden. Daraufhin beides in Wasser weich kochen. Das Gemüse samt Wasser und Fleisch mit Pürierstab pürieren, abkühlen lassen (Zimmertemperatur).

Kartoffeln mit Wasser bedecken und bei kleiner Hitze 15-20 Minuten weich kochen.

Kartoffeln schälen, klein schneiden bzw. mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Gemüsebrei vermischen.

Kurz vor dem Essen Öl und Saft dazugeben.

Auf keinen Fall solltet Ihr Zucker, Kakao, Vanille, Salz oder andere Gewürze zum Brei geben. Frische Kräuter bitte auch erst ab dem elften Lebensmonat.

Immer die Ampel im Blick haben

Was hat jetzt auch noch die Verkehrslage mit der Einführung von Beikost zu tun?! Gar nichts?! Falsch. Denn eine goldene Regel für eine ausgewogene und gesunde Ernährung lautet: Stelle deinen Speiseplan anhand der Ampelfarben ROT – GELB – GRÜN zusammen und versuche diese gleichmäßig miteinander zu mischen. Dies ist für uns als Erwachsene schon sehr wichtig, sollte also für unsere Minis noch wichtiger sein. Obst und Gemüse liefern lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Pflanzenstoffe, die einen enormen Beitrag für unsere Gesundheit leisten.

Ab 6.–8. Monat: Vollmilch-Getreide-Brei

Ist der erste Schritt in Sachen Beikosteinführung erst mal getan, kann mit der zweiten Breimahlzeit gestartet werden: Dem Abendbrei.

Dieser ist besonders wichtig für eine gesunde Ernährung unserer Minis, da er einen hohen Gehalt an wertvollem Kalzium und Eiweiß hat.

Die Zubereitung ist recht simpel: Man benötigt Kuhvollmilch, etwas Wasser und Getreideflocken.

Wichtig ist, nur Milch mit einem natürlichen Fettgehalt, also im Idealfall zwischen 3,5 bis 3,8 Prozent zu verwenden, die auch nicht homogenisiert (Homogenisieren ist eine Veränderung der Fettteilchengröße, was das Aufrahmen der Milch verhindert. Dies hat aber auch zur Folge, dass die Fettverdauung im Darm beschleunigt wird. Hebammen und Ärzte vermuten, dass dies der Auslöser von Allergien ist) wurde.

Als Getreide bieten sich diverse Sorten an. Eine kleine Auswahl: Haferflocken, Dinkelvollkrongrieß, Maispolenta, Hirseflocken (Ich habe gute Erfahrungen mit den Produkten von Holle gemacht).

An die Zugabe von etwas O-Saft bzw. Fruchtsaft sollte auch hier gedacht werden, wie gesagt aufgrund der Verbesserung der Eisenaufnahme.

Viele Mamis glauben, dass Ihre Minis sobald sie eine reichhaltige Abendmahlzeit zufüttern, besser bzw. länger schlafen. Das stimmt jedoch nicht. Im Gegenteil: Durch das Essen, was schwer im Magen liegt, schlafen die Zwerge unruhiger.

Irrtum
Grundrezept Milch – Getreide – Brei bzw. Abendbrei
  • 200 ml Vollmilch (3,5 % Fett) bzw. 100 ml Vollmilch und 100 ml Wasser
  • 25 g bzw. 2-5 Esslöffel Getreideflocken, diese sollten für Babynahrung geeignet und fein löslich sein
  • 2 EL Obstsaft
  • 20 g Obst (nach Belieben)

Milch und Wasser zusammen aufkochen und im Anschluss auf 50 Grad abkühlen lassen. Die Getreideflocken unterrühren. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und unmittelbar vor dem Servieren Obstsaft dazugeben.

Zu Beginn mit einer kleineren Milchmenge anfangen und dann nach und nach steigern. So können sich Magen und Darm der Minis langsam daran gewöhnen.

Tipp

Ab 7.–9. Monat: Getreide-Obst-Brei

Hat die Einführung der ersten beiden Breimahlzeiten geklappt, kann mit der nachmittäglichen Obst-Getreide – Mahlzeit weitergemacht werden. Diese Beikost rundet das Beikostangebot optimal ab und ist auch super praktisch für eine “schnelle” Mahlzeit für unterwegs.

Getreide-Obst-Breie sind nicht nur super lecker und finden großen Anklang bei unseren Minis, sie liefern darüber hinaus eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen.

Bei der Auswahl des Obstes sollte auf frisches, saisonales und am besten regionales Obst zurückgegriffen werden.


Bei der Auswahl des Obstes sollte auf frisches, saisonales und am besten regionales Obst zurückgegriffen werden.

Grundrezept Getreide – Obst – Brei
  • 90 ml Wasser
  • 2 EL Getreideflocken
  • 100 saisonales Obst
  • 1 TL Pflanzenöl oder Butter

Obst gut waschen ggf. schälen und entkernen. In kleine Stücke schneiden. Obst und Wasser 3-5 Minuten in einem kleinen Topf weich kochen anschließend mit Stabmixer pürieren.

Getreide einrühren und auf Esstemperatur abkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren, Butter oder Öl dazugeben.

Ab dem 8. Monat muss das Obst nicht mehr gekocht werden, sondern kann auch gerieben oder zerdrückt werden.

Und wann gibt es endlich Frühstück?

Wenn sich Eure Minis an die “regulären” Breimahlzeiten gewöhnt haben, ist es langsam an der Zeit für ein Frühstück, welches aus Getreide und Milch besteht. Bestenfalls sollten Eure Zwerge schon ein paar Zähnchen haben, um zum Beispiel fein gemahlenes Vollkornbrot ohne Rinde essen zu können.

Wir essen zum Beispiel zum Frühstück immer gerne den Rogenkipf der Bäckerei Ihle mit etwas Butter oder Magerine. Dazu gibt es dann etwas Gemüse oder Obst. Davor bekommt Mucki immer noch etwas Folgemilch ca. 150 ml.

Als alternativen Aufstrich oder Brotbelag kann man etwas Käse, Frischkäse oder einen Gemüse-Aufstrich auch gut verwenden.

Unsere Maus liebt auch die super einfachen und leckeren Baby-Pancakes.
Habt Ihr noch Ideen für ein ausgewogenes Frühstück? Dann hinterlasst uns doch gerne einen Kommentar.

Familientisch

Mittlerweile weiß man als Mama und auch als Papa ziemlich genau, dass man mit unseren Minis vor allem eins haben muss: Geduld. Unsere Minis entwickeln sich Tag für Tag so schnell weiter und so ist es auch in Sachen Fortschritt bei der Nahrungsaufnahme. Man wird als Eltern wissen, wann es soweit ist, dass unsere Kleinsten dazu bereit sind, an unseren gemeinsamen Mahlzeiten teilzunehmen. Wichtig hierbei ist: Bitte die soziale Komponente nicht vergessen. Für unsere Minis sollte daher weniger die reine Nahrungsaufnahme im Vordergrund stehen, als vielmehr das Zelebrieren eines sozialen, kulturellen und liebevollen Miteinanders.

Wenn unsere Babys an dem Punkt angekommen sind, an dem sie Ihre Mahlzeiten in Breiform gut zu sich nehmen, kann dazu übergegangen werden, die Lebensmittel in immer gröberen Stücken anzubieten. Bis schließlich die letzte Still- bzw. Fläschchenmahlzeit am Morgen auch durch ein Frühstück ersetzt werden kann.

Wenn Ihr Eure Minis dann am gemeinsamen Essen teilhaben lassen wollt und nichts mehr extra zubereitet, dann achtet doch bitte nur darauf, dass die Mahlzeiten salzarm und sparsam gewürzt sind.

Beikosteinführung & Verstopfung

Was tun, wenn gar nichts mehr geht? Durch die Beikosteinführung kann es durchaus zu leichten Verstopfungen bzw. sehr hartem Stuhl bei unseren Minis kommen.

Hier einige Hausmittelchen, die bei schmerzenden Bäuchlein Linderung verschaffen:

  • Gekochte Birne wirkt stuhlauflockernd.
  • Feigen: Stuhlauflockernd dazu noch reich an Eisen. Sollten ungeschwefelt sein und wegen des hohen Zuckergehalts nur in kleinen Mengen gegessen werden. (Bitte pürieren!)
  • Pflaumen: Stuhlauflockernd – Achtung Kern aufgrund Erstickungsgefahr bitte zuvor entfernen.
    (Bitte pürieren!)
  • Fenchel – Kümmel – Anis Öl von der Bahnhofsapotheke: In kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel kreisen.
  • Wala Kümmelzäpfchen.

Fragen und Antworten zur Beikosteinführung

Wird mein Mini sich nicht verschlucken?

Eure Zwerge werden sich mit Sicherheit das ein oder andere Mal verschlucken, das wird sich leider nicht vermeiden lassen. Die Konsistenz fester Nahrung ist für die Babys noch neu und sie müssen sich daher erst daran gewöhnen. Einfach die Nahrungsmittel an die Bedürfnisse Eurer Minis anpassen und nur das geben, womit sie umgehen können.

Achtsam solltet Ihr vor allem bei harten Nahrungsbestandteilen sein, wie Nüsse, Kerne etc., diese bitte nicht füttern bzw. vorher entfernen.

Sollte sich Euer Baby trotz aller Vorsicht dennoch verschlucken, solltet Ihr Erste Hilfe für Babys anwenden können.

Braucht mein Baby zusätzlich Flüssigkeit?

Ja. Unbedingt.

Als ob die Einführung von Beikost nicht schon aufregend genug wäre und man das Gefühl nicht los wird, alles falsch zu machen, gibt es eine Sache, die Ihr auf keinen Fall vergessen solltet: Eure Babys brauchen ab dem Zeitpunkt, an dem sie feste Nahrung zu sich nehmen zusätzliche Flüssigkeit.

Deshalb solltet Ihr Euren Zwergen zu jeder Mahlzeit etwas zu Trinken anbieten. Dies könnt Ihr ganz klassisch in einem kleinen Becher tun oder einer Schnabeltasse, Magic Cup oder was euch sonst beliebt. Dies hat auch noch den netten Nebeneffekt, dass Eure Babys schon frühzeitig den Umgang mit Trinkgefäßen erlernen, was die spätere Umstellung von der Flasche leichter macht.

Am Besten eignet sich Wasser als Durstlöscher, sollte dies aufgrund des, sagen wir mal faden Geschmackes, nicht allzu großen Anklang bei Euren Minis finden, könnt Ihr auch gern auf ungesüßten, stark verdünnten Babytee, umsteigen. Hier bitte nur keine Kräutertees (aufgrund der heilpflanzlichen Wirkung) und keine Früchtetees (aufgrund des Säuregehalts, was gern für wunde Popöchen sorg) verzichten.

Wovon Ihr aber wirklich die Finger lassen solltet, sind Fruchtsäfte. Ich weiß, die schmecken aber soooo super, finde ich ja auch, aber sie sind auch nicht der Renner für die Kleinsten:

  • Fruchtsäure greift in Kombination mit Fruchtzucker die kleinen Beißerchen an.

Leitungswasser sollte bis zum sechsten Lebensmonat abgekocht werden. Danach kann man, wenn die Wasserqualität in der Region (Augsburger Ihr habt Glück, 1 A Wasserqualität) gut ist, direkt aus der Leitung gegeben werden. Ich würde es allerdings etwas laufen lassen, bis das Wasser kühl aus der Leitung kommt.

Ansonsten könnt ihr getrost auf Mineralwasser zurückgreifen, welches mit dem Schriftzug “Für die Zubereitung von Babywasser geeignet” zurückgreift bzw. gleich spezielles Babywasser kauft. (Mal am Rande – finde ich viel zu teuer.)

Was ist Baby Led Weaning?

Baby Led Weaning bedeutet dem Baby freie Hand bei der Beikosteinführung zu lassen. Das Baby isst, was es „in die Hände“ bekommt.

Beikosteinführung – Menge

Zu Beginn 1-2 Löffel und danach peu a peu steigern bis schließlich ca. 190 g gegessen werden. Achtung – hier handelt es sich lediglich um einen Richtwert. Isst Euer Baby weniger oder mehr und hat ein normales Gewicht, ist das auch vollkommen in Ordnung.

Beikost – wie oft Fleisch?

Tägliche Fleischmenge zwischen 20 und 30 Gramm. Im ersten Lebensjahr kann allerdings bedenkenlos auf Fleisch verzichtet werden, solange man auf eine ausgewogene Ernährung achtet bzw. Eisen anderweitig etwa in Form von Rote Beete oder Hirse zu sich nimmt bzw. dem Baby anbietet.

Wie oft Gemüse und Obst?

Schon mal etwas von der “Fünf-am-Tag-Regel” gehört? Dies bedeutet in der Praxis für einen gesunden Erwachsenen, dass er täglich 5 handtellergroße Portionen Obst und Gemüse essen sollte. Bei unseren Minis sind das dann runter gebrochen, all das, was in seine oder ihre Händchen passen würde.

Brei selber machen oder tuts das Gläschen auch?

Ich würde mich jetzt nicht zu den größten Köchinnen zählen und selbst mir gelingt ein halbwegs passabler Babybrei. Breie selbst zu kochen bietet den ein oder anderen Vorteil:

  • In der Regel ist es günstiger selbst zu kochen.
  • Das verarbeitete Gemüse kann saisonal und regional gekauft werden.
  • Die Variationen sind mehr als flexibel. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Industriell hergestellte Babynahrung hat aber durchaus auch seine Vorteile:

  • Sind ohne Zubereitungszeit, verzehrfähig.
  • Erfüllt hohe gesetzliche Anforderungen.
  • Unterliegt strengen Kontrollen.

Manko: Kosten

Wie lange voll Stillen ohne Beikost?

Laut Gesundheitsorganisationen wie der WHO können Babys in den ersten sechs Lebensmonaten vollständig mit Muttermilch ernährt werden. Danach sollte man allerdings mit der Einführung der Beikost anfangen, da der Nährstoffbedarf der Minis nicht mehr vollumfänglich durch die Muttermilch bzw. industriell hergestellte Babymilch gedeckt wird.

Wie oft Stillen neben Beikost?

Parallel zur Einführung der Beikost kann so lange weitergestillt werden, wie es für euch beide okay ist. Morgens kann also zum Beispiel weitergestillt werden. Wenn man nicht mehr stillen möchte, kann man alternativ eine Flasche Säuglingsmilchnahrung anbieten.

Tipps zur leichteren Beikosteinführung

  • Fette und Öle dürfen in keiner Breimahlzeit fehlen: Runde 35 bis 45 % des Energiebedarfs unsrer Minis wird durch Fette und Öle gedeckt. Darüber hinaus enthalte sie ein breites Spektrum an Fettsäuren und Vitaminen, die für unsere Babys essenziell sind (Hebammentipp – ehre Rapsöl anstatt Olivenöl verwenden, da Olivenöl nur aus erster Kaltpressung verwendet werden sollte und dies nachzuweisen schwer sein könnte).
  • Kerne von Aprikosen entfernen, denn der enthält giftige Blausäure.
  • Auch wir MamiBees lassen die Hände vom Honig, denn dieser kann den Erreger Clostridium botulinum enthalten. Dieser Erreger tritt zwar laut Angaben des Robert Koch Instituts sehr selten auf, kann aber zu Säuglingsbotulismus führen. (Was nichts anderes ist als eine Lähmung des Babydarms.)
  • Vorsicht bei allen kleinen, runden Früchten (Beeren) oder Gemüse wie Erbsen – hier besteht Erstickungsgefahr.
  • Kartoffeln , die bereits wurzeln, unreif sind oder grüne Stellen aufweisen, dürfen Baby nicht gefüttert werden, da sie das giftige Solanin enthalten.
  • Fest in den Köpfen ist immer noch verankert, dass Kuhmilch im ersten Lebensjahr strengstens tabu sei. Hiermit revidiere ich das: Heute wird davon ausgegangen, dass ab dem 6. Monat Milch bedenkenlos gegeben werden kann. Vorteil: Knochen aufbauendes Kalzium und weitere Vitamine.

Habt Ihr noch Tipps und Tricks oder vielleicht leckere Rezepte? Dann hinterlasst uns doch einfach einen Kommentar!

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