Alle Jahre wieder…

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Jessi
Jessi
Ich bin Jessi. Geborene Rheinländerin, im Herzen Allgäuerin und verliebte Augsburgerin. Früher war ich Langschläferin, jetzt bin ich verheiratet und stolze Mama von zwei tollen Jungs. Ich mag gutes Essen, Sushi ganz besonders. Und ich hab ein Faible für Einrichtung und andere schöne Dinge. Ich liebe die Fotografie, Dekogeschäfte und ich mag Selbstgemachtes – wirklich!

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Ich bin ja tatsächlich ein großer Freund von Listen. Das einzige was ich eigentlich noch mehr mag als Listen zu schreiben, ist es die Punkte auf den Listen abzuhaken. Das gute Gefühl beim Anblick einer bis auf den letzten Bullet abgearbeiteten To-do-Liste macht mich tatsächlich glücklich.

Was für ein Glück also, dass man Listen so vielseitig einsetzen kann: von Einkaufslisten über To-do-Listen für den Job, Geschenke-Listen (die man idealerweise ganzjährig pflegt um die Panik vor Events wie Geburtstagen zu verhindern) und Jahresziel-Listen sind die Einsatzmöglichkeiten schier unerschöpflich.

Diese merkwürdige Vorliebe für erledigte Aufstellungen hat aber auch dazu geführt, das ich vermeide Dinge auf eben diesen Listen zu notieren, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sowieso niemals erledigen werde. So Dinge, die man sich auch gerne als guten Vorsatz für das neue Jahre vornimmt, vermutlich wissentlich, dass das sicher wieder nichts wird.

Wie oft wollte ich schon keine Süßigkeiten in der Fastenzeit essen oder ein paar Kilo vor Weihnachten abnehmen. Abends früher ins Bett gehen, um endlich mal mehr als sechs Stunden zu schlafen. Ich hatte vor die Bügelwäsche zu erledigen, bevor die Kinder aus den verknitterten Teilen rausgewachsen sind. Und wie oft habe ich mir geschworen, regelmäßige Backups von meinen Daten zu machen und die Weihnachtsgeschenke nicht wieder erst in der Woche vor Heiligabend zu besorgen. Diese Liste könnte ich endlos lange so fortführen.

2020 war anders als erwartet. Meinen diesjährigen Taschenkalender könnte ich nächstes Jahr monatelang nochmal benutzen ohne von lästigen Einträgen daran erinnert zu werden, das es der alte aus dem Vorjahr ist. Wenig Termine, keine Veranstaltungen und neben den Jungs kaum Zeit für Arbeit haben mir fast jede Gelegenheit geraubt, eine Liste zu schreiben. Einzig die Zusammenstellung meiner Jahresziele ist aktuell noch in Bearbeitung.

Einer meiner Alltime-Favourites auf dieser Liste führt auch jetzt wieder die aktuelle Aufstellung an: das Familien-Fotobuch erstellen.

Seit ich Mama bin, habe ich sehr viel Gelegenheit zum Fotografieren, da mir meine beiden Jungs täglich Anlass geben, neue Aufnahmen zu machen. Und so ist es wenig verwunderlich, das die Fotografie meine zweite große Leidenschaft ist.

Es ist leider auch noch gar nicht lange her, das ich mit einem falschen Stecker eine Festplatte erledigt habe, auf der eine ganze Menge Erinnerungen gespeichert waren. Selten war ich so froh, das ich die Sache mit den Listen ernst nehme und 2017 alle Punkte abgearbeitet und ein Fotobuch aus unseren Familienfotos erstellt hatte.

In den letzten fünf Jahren habe ich tausende von Bildern gemacht. Die meisten davon schlummern feinsäuberlich sortiert in Ordnern verpackt auf meinem Computer. Ja, genau auf dem Rechner, von dem ich schon wieder viel zu lange kein Backup gemacht habe.

Leider habe ich es zwar nicht wie ich mir ursprünglich vorgenommen hatte geschafft, jährlich ein Fotobuch zu erstellen, aber ich habe den 1. Band unserer Sammlung im Regal stehen, die Jahre 2015-2017, und kann den Verlust der gespeicherten Daten so verschmerzen.

Alle Jahre wieder steht dieser Punkt also auch in diesem Jahr auf der Liste. In den Jahren, an denen ich unterjährig relativ nachlässig bei der Pflege der Geschenkeliste war, schiebt sich der Punkt Fotobuch gegen Jahresende unweigerlich selbst in die Poleposition: so ein Fotobuch ist einfach ein tolles Weihnachtsgeschenk für die Omas und Opas. Und da Weihnachten auch dieses Jahr wieder so überraschend kommt und sich völlig unverhofft in großen Schritten nähert, fange ich an, Fotos zu sichten. Ich schlage quasi zwei Fliegen mit einer Klappe.

Es ist also Ende November und ich habe bereits Weihnachtsgeschenke. Gut, ich halte das Buch noch nicht in Händen, aber ich habe bereits angefangen die Fotos aus den letzten rund 1000 Tagen zu sortieren und in dem Tool des Online Fotobuch-Dienstes Albelli hochzuladen.

Ich bin guter Dinge, das ich auch dieses Jahr glücklich beende. Glücklich, weil ich alle Punkte auf meiner Liste abgearbeitet habe, Oma und Opa sich über ein wunderschönes, persönliches Geschenk freuen und ich den 2. Band unserer Sammlung im Regal stehen habe.

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